Besser Berauscht als MULTITASKING

Busted - Multi-Tasking ist kein Zeichen hoher Flexibilität

Das Konzept ging Ihnen flüssig von der Hand, jetzt stehen die ersten Punkte für die detaillierte Ausarbeitung an und es läuft gut … bis … ja, bis das Telefon Sie aus Ihrer Konzentration reißt. Ein 5 Minuten-Support für Ihrem Kollegen aus der Nachbarabteilung. Ist ja halb so wild - kurz und knackig erledigt, der Kollege ist zufrieden. Und weiter geht’s …

Sie sitzen gerade an der Ausarbeitung eines Angebots für Ihren neuen Kunden … PING! Eine Pop-up-Mitteilung am Computer über den Eingang neuer E-mails … mal schnell überfliegen, ob was wichtiges drin steht …

Sie prüfen gerade die Daten für die Investitionsfreigaben. An dieser Stelle ist der ROI für Sie noch nicht schlüssig. Mal sehen, wo liegt der Fehler?… Wuuschhh! ... WhatsApp-Nachricht von Ihrem Partner …

Sie arbeiten gerade konzentriert an einer Sache und… ein neuer Tweet …… das Handy klingelt …… SMS …… neue Facebook-Message …… RSS-Feed …… und … und … und …

Wie lange brauchen Sie, um jetzt wieder in diesen Zustand voller Konzentration zurück zu gelangen 2, 5, 10 Minuten oder vielleicht länger?

Ereilt Sie gerade ein Déja vu?

Falls nicht, meinen Glückwunsch! Sie gehören zu einer aussterbenden Minderheit.

Es gibt heute unzählige sogenannte Tools, die es einem ermöglichen live dabei zu sein, ohne vor-Ort zu sein, Kontakt zu halten, ohne sich persönlich zu treffen, sich auszutauschen, Informationen automatisiert abzurufen et cetera. Immer und zu jedem Zeitpunkt schnellstmöglich alle Nachrichten, am Besten unmittelbar.

Bestimmen Sie noch selbst, wann Sie Mitteilungen oder Informationen bekommen?

In unserer hochtechnisierten Arbeitswelt ist Multi-Tasking eine weit verbreitete berufliche Anforderung an Mitarbeiter. Wird doch davon ausgegangen, dass die Fähigkeit mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten, eine höhere Flexibilität und Effizienz in der Arbeitsdurchführung ermöglicht.

Nach einer Studie des BAUA (2012, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) gehört für 58% der Beschäftigten in Deutschland Multitasking zu den Arbeitsanforderungen. Doch ist dem wirklich so. Verfügen Menschen, die mit einem Dutzend Kanälen gleichzeitig Informationen aufnehmen, über erweiterte oder erhöhte Fähigkeiten?

Eine Studie der Stanford University in Kalifornien kommt zu einem klaren Fazit:“Wir haben untersucht, was Multitasker besser können und nichts gefunden."

Wir haben untersucht, was Multitasker besser können und nichts gefunden.

Studienergebnis
Stanford University, Kalifornien

Multitasker können Informationen, die mit ihrer aktuellen Tätigkeit nichts zu tun haben schlecht ausblenden. Sie werden so von unwichtigen Dingen abgelenkt und arbeiten langsamer.

Eine viel zitierte Studie des King’s College in London beschäftigt sich mit den Auswirkungen, wenn wir über viele Kanäle gleichzeitig zu kommunizieren versuchen. Hierbei wurden zwei Gruppen von Probanden verschiedene Aufgaben gestellt. Wobei die eine Gruppe während der Arbeit E-Mails zugesandt bekam und die andere Gruppe vor der Arbeit Marihuana geraucht hatte. Zur Überraschung erzielten die „bekifften“ Probanden bessere Ergebnisse, als die Multitasking-Probanden.

Wichtig zu erwähnen, dass die Kontrollgruppe ohne „Ablenkung“ die besten Ergebnisse erreichte.


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Kommen Sie gut durch den Tag!​

Busted – Multi-Tasking ist kein Zeichen von höherer Flexibilität.

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